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Montag, 29. September 2014

Sommerschluß & blaue Phase

Das Sommertop ist gerade noch so fertig geworden, bevor es so richtig herbstlich wurde - es ist zwar schon zu kühl draußen, um es noch zu tragen, ich bin aber trotzdem froh, es noch fertig gestrickt zu haben. Andernfalls wäre ich nicht sicher, ob ich es im nächsten Frühjahr wieder aus dem Korb geholt hätte und das Projekt beendet hätte....




Ich strickte das  Regatta-Tee entgegen der Anleitung in Runden, mit einem "Fake"-Saum rechts und links,  Vorder- und -Rückenteil werden mit je einer linken Masche getrennt. So konnte ich den Farbwechsel in dieser linken Masche verstecken, man sieht es nicht. 

Ich hab im Urlaub an der Ostsee ein bischen daran gestickt - ich war wohl so im Urlaubsmodus, daß ich erst nach 30 cm Stricken in Runden bemerkte, dass ich unterschiedliche Maschenzahl in Vorder- und Rückenteil hatte - außer Ribbeln hilft da nix, also alles auf Anfang und neu angeschlagen.... Hat sich aber m. E. gelohnt, das Shirt gefällt mir sehr gut und das Garn - Elastico von Lana Grossa - fühlt sich sehr angenehm auf der Haut an. Ich bin für den nächsten Sommer schon gerüstet :)

Mein zweites großes Urlaubs-Projekt war der Toujours-Pullover. Ich  hab mir im Sommer bei den Färbetagen der Wollpertinger Mädels auf Zitron Seidenstraße (50 % Merino, 50 % Seide) ein wunderbares Garn blau gefärbt, genau richtig für einen Wohlfühlpulli á la Toujours - mein neues Lieblingshirt. Sowohl Farbe wie Schnitt sind meine neuen Favoriten:


Die Ärmel sind mir zu kurz geraten, da fröstle ich ganz leicht, da muss ich nochmal ran und verlängern, ist aber kein Problem, weil ich an der Ärmelkante die Maschen aufgenommen und in Runden gestrickt hatte - das ist der Vorteil bei Top-down!

Zum blauen Pullover muss jetzt noch unbedingt ein passender Schal her:

 
Ich stricke mir die Naiada von Martina Behm aus einem Wollmeisestrang, der farblich richtig gut zum Pullover passt.


Danke für die lieben Kommentare zur "Reanimation" - hab mich sehr gefreut!

Ich wünsch Euch eine gute Woche!


Mittwoch, 7. August 2013

Wieder mal ein Lebenszeichen ;)

Unglaublich, wir sind schon wieder über 4 Wochen aus Kanada zurück, die Familie ist wieder vereint, die "Wieder-Aneinander-Gewöhnen-Phase" ist auch erfolgreich abgeschlossen, jetzt könnte eigentlich das normale Familienleben wieder beginnen. In Bayern sind Ferien, da ist nix mit "normal", zudem ist bei den fast schon tropischen Temperaturen sowieso alles ein bischen lässiger - wirkliche Hundstage, würde unser Dustin sagen :)


Für das Countdown-Blanket hab ich kurz vor unserem Abflug die wenigen noch fehlenden Grannys gehäkelt und die 300 Einzelteile zu einem Ganzen zusammengefügt. Nach unserer Rückkehr war dann nur noch die Einfassung außen rum zu häkeln, nun ist dieser "Zählkalender" fertig und ich freu mich jeden Tag, wenn ich die Decke in Julia's Zimmer sehe - sie hatte große Augen gemacht und nur gemeint "Mama, Du spinnst" - ich hab ihr diesen Kommentar nicht übel genommen, im Grunde hat sie ja Recht, meine Große :)


Über die Zeit in Kanada könnte ich eine Menge erzählen, das Land ist grandios:

Vancouver Island

Ich hab noch nie einen so großartigen Regenbogen gesehen, wie diesen in Kelowna:



 
.... die Leute freundlich,  das Wetter ähnlich wie bei uns (zuerst 8 Tage Regen, dann Hitze, die kaum zum Aushalten war), das Essen reichlich und gut, die Wollgeschäfte mit viel Auswahl an handgefärbten Garnen - ein Paradies für mich!

In Vancouver hatten wir sogar die Gelegenheit, in die Färbeküche der kleinen Handfärberei SweetGeorgiaYarns zu gucken und mit einer der Färberinnen zu plauschen - wo darf man das denn in Bayern? Ich konnte mich erst  gar nicht entscheiden, welche der wunderschönen Stränge ich als Souvenir mit nach Hause nehmen wollte - die Farben sind einzigartig. Da ich auch in Kelowna im "Art of Yarns" noch einkaufen war, habe ich ganz schöne Schätzchens mitgebracht:


Ich hatte vor dem Flug Bedenken, dass mir das Sicherheitspersonal in München meine Stricknadeln abnehmen könnte, deswegen hatte ich für die 10 Stunden Flug mein Baumwollgarn und eine Häkelnadel eingepackt, war überhaupt kein Problem und ich hatte eine wunderbare Beschäftigung - schlafen konnte ich sowieso nicht. Den Beutel hab ich zwar erst Zuhause fertig gehäkelt, aber  er wird mir immer als mein Flugbegleiter im Sinn bleiben:


Während unserer langen Autofahrten auf kanadischen Straßen (herrlich entspanntes Fahren bei 80 - 100 km/h, die Fahrer sind längst nicht so gestresst und fahren sehr rücksichtsvoll, ich hab's als Beifahrerin genossen) wuchs meine kanadische Pferdedecke ein ordentliches Stück, das ist das ideale Mindless-Projekt, ich kann stricken, ohne hinzugucken und gleichzeitig die Landschaft genießen - toll.  Ich habe mich ja lange Zeit für den Nuvem nicht erwärmen können,  hab das Tuch aber mittlerweile so oft bei Strickfreundinnen gesehen, und ich muß sagen, daß es mir von Mal zu Mal besser gefiel - inzwischen bin ich ein Fan geworden und übelege tatsächlich, ob ich es ein zweites Mal in rotem Wollmeise-Lace stricken soll - verrückt, gell?


Inzwischen hab ich auch die Solarafärbungen aus dem Glas genommen, gewaschen und getrocknet - es ist immer wieder spannend, wie sich die unterschiedlichen Fasern mit den Pflanzenstoffen entwickeln:


Rhabarber ergibt ein gedämpftes Gelb,
Orleanssat mit rot/gelben Zwiebelschalen ein leuchtendes Gelb,
Blauholz ein tolles Lila, Krapp ein helles Pink,  Rotholz ein schönes Orange - bei diesem Strang ist aber irgendwas schief gelaufen, als ich den aus dem Glas geholt hatte und gespült hatte, mußte ich feststellen, daß sich die Wolle auflöst - sonderbar, weil ich die gleiche Qualität mit Blauholz einwandfrei rausgeholt hab. Ich hab keine Ahnung, warum das Garn kaputt gegangen ist :(


Jetzt freu ich mich erst mal auf nächste Woche, ich darf einen Färbekurs mit Naturmaterialien bei Karin Tegeler erleben - das wird bestimmt interessant!

Ich wünsch Euch frohe Tage!




Donnerstag, 31. Januar 2013

Januar Rückblick

Schon wieder ist ein Monat rum - irre, wie die Zeit verfliegt.
Wenn ich so über meine Strick- und Häkelprojekte drüber schau, sind schon wieder ein paar nette Kleinigkeiten dabei:

Das Knubbelinchen, ein süßes Kuschelpüppchen, die kostenlose Anleitung von Pezzi88 ist auf Ravelry zu finden - das ist ein niedliches Willkommensgeschenk für Babys finde ich!

Ich habe es aus Catania-ähnlicher Baumwolle gestrickt, so ganz pflegeleicht.

In der Ravelry-Gruppe "Oberpfälzer Strickliesl" habe ich mich letztes Jahr an der Stash-Diät beteiligt, bei der ich mich verpflichtet hatte, meinen Stash um 30 000 m zu verringern. In 2012 dazugekaufte Wolle sollte mit dem Verhältnis 3:1 aufgerechnet werden - unlösbar diese Aufgabe für mich! Ich habe zwar wirklich viel gestrickt letztes Jahr, mehr als die 30 000 m Wolle, aber ich habe einfach zu viel Wolle im Laufe des Jahres eingekauft, ich sag nur "Wollmeise " oder ein Ausflug mit meinen Strickliesln nach Fürth zum Ladengeschäft von DyeForYarn.... Als "Strafe" für meine Zielverfehlung bekommen meine Mitstreiterinnen eine gestrickte/gehäkelte Kleinigkeit. Sibsi hat sich für einen gestrickten Schneemann entschieden. Es macht mir immer wieder Freude, solche Dekodinger zu fabrizieren!


 Und weiter geht's mit Deko:

Für alte Weckgläser, die ich im Sommer im Garten als Windlichter aufstelle, hab ich einen Überzug gestrickt, nach dem Motto "meinem Weckglas ist kalt":


Ich hab mich von einigen Bildern auf Ravelry inspirieren lassen und meine eigene, rüschige Variante gestrickt. Mir gefällt es so gut, dass ich mittlerweile ein weiteres gestrickt habe. Ich hab ja noch einige Weckgläser im Regal stehen, da kann ich noch viele Ideen umsetzen. Ich kann mir vorstellen, dass da ein hübsches Blättermuster auch sehr schön aussieht ....

Für meine Lieblingsnachbarin und Yogapartnerin habe ich einen Lanesplitter fertig gestrickt, die Farben würden auch zu meiner Garderobe gut passen - er ist mir nur leider zu lang, so kann ich ihn leichten Herzens weggeben ;) Es ist soviel Wolle übrig geblieben, dass es nochmal für einen Rock und wahrscheinlich auch noch für einen Loop für ihre Tochter reicht - die Strickarbeit geht Gott sei Dank nicht aus!


Und natürlich kann ich nicht nein sagen, wenn bei den Oberpfälzer Strickliesln Challenges ausgelobt werden. 
Für dieses Jahr haben wir so eine Art 12 in 12 vereinbart, d. h. wir schreiben 12 Projekte oder 12 x Wolle  aus dem Stash fest, die in 2013 verarbeitet werden sollen.

Für den Januar habe ich mir das Landlust-Tuch ausgesucht, gestrickt aus meiner selbstgesponnenen Merino, das ich mit einem Bambusfaden verzwirnt hatte. Das Tuch ist ein Traum! So luftig, leicht und warm, unbeschreiblich. Ich hab für dieses Riesentuch (200 cm x 60 cm) ganze 112 g verstrickt, 16 g waren dann noch übrig, davon hab ich noch einen Bommel fabriziert, bis auf einen kitzekleinen Rest ist alles verarbeitet.



Ich hatte mir Mitte letzten Jahres ein Spinnrad geleistet, nachdem ich vorher mit einem Leihrad mal ausprobiert habe, wie das geht - es ist ein so schönes Gefühl, aus dem Rohmaterial einen brauchbaren Faden zu spinnen - das ist wie Meditation für mich.  Aber darüber vielleicht ein anderes Mal mehr ;)

 Momentan stricke ich an meinem Pauli-Cardigan , die Kombination von auberginefarbener Wollmeise (Nobody is Perfect - ich weiß also nicht, wie die Färbung heißt) und dem zartrosa Silkada gefällt mir sehr gut - wenn die Sonne drauf scheint, so wie heute ausnahmsweise mal, changieren die Farben so schön. Ich freu  mich schon drauf, diese Jacke zu tragen.


Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und bis bald!



Sonntag, 13. Januar 2013

13.01.13

Das Datum heute hat mich dazu gebracht, endlich mal wieder zu posten - bei mir ist wieder mal so richtig die Luft draussen, keine Lust zu nix ;) - nur Stricken macht noch Spaß - das Stricken ist so eine Art Therapie gegen den Winterblues für mich. 

Aber ein paar erfreuliche Aspekte gibt es doch, und es geht wieder aufwärts: Jetzt hat das Jahr begonnen, in dem Julia wieder von ihrem Austauschjahr in Kanada zurückkommt, ich zähle die Tage schon seit ihrem Start im vergangenen September  (Loslassen ist wirklich schwer!) , ich habe eine spezielle Art, die Tage zu zählen:
 

Jeden Tag häkle ich ein Granny-Square für eine Decke und mit dem Maß, wie die Zahl der fertigen Grannies steigt, verfliegen die Tage - bei knapp 300 ist die Zeit rum - heute werde ich das 135. Quadrat häkeln.
 Time flies!

Mein schönstes Weihnachtsgeschenk war die Buchungsbestätigung für den Flug nach Kelowna für den 25.06.2013 - wir werden Julia in Kanada abholen und mit ihr zusammen noch ein bischen mehr als 2 Wochen durch British Columbia fahren und uns "ihr" Kanada zeigen lassen. Ich freu mich so darauf!

Ich freu mich auch über jede neue Leserin - auch wenn ich das noch nie explizit gesagt habe - ich freue mich wirklich! Ich habe hier ja in den letzten Monaten immer nur sporadisch gepostet, hab aber viel mehr gestrickt und gehäkelt. Falls Ihr sehen wollt, was ich in 2012 alles so gewerkelt hab, auf Ravelry sind die einzelnen Projekte dokumentiert.

Für 2013 hab ich mir vorgenommen, meine wolligen Werke wieder regelmäßiger zu posten,  mal sehen, ob ich das einhalten kann.

Im Winterurlaub in Kärnten hab ich Fingerhandschuhe für Michael, passend zu seiner "BrainWavesBeanie" (mit Klicks auf den Namen kommt ihr zur freien Anleitung auf Ravelry). 

 

 Die Mütze hat mir so gut gefallen, dass ich sie mit Wollresten in den gleichen Farben gleich nochmal für mich gehäkelt habe. Die Mütze ist so genial - sie sitzt perfekt auf meinem Kopf, bedeckt die Ohren und hält so richtig warm - das hat noch keine Mütze vorher bei meinem Quadratschädel geschafft ;)



Außerdem hab ich grad auf den Nadeln:

Socken für meinen Schwager - ganz einfache Stinos (stinknormale Socken) 


Ein paar Gästehandtücher für die Verschenke-Schublade aus Baumwolle (wollte ich schon immer mal ausprobieren und ich kann sagen, die  Tüchlein gefallen mir sehr gut!). Ich hab noch 2 blaue Knäuel in meiner Kiste, die werde ich auch noch verstricken, ganz bestimmt!

 

 Außerdem liegen noch 3 Tücher, eine Jacke und noch ein paar Kleinigkeiten rum, die als UFOs im Wollkorb ihr momentanes Dasein fristen - doch darüber hoffentlich bald mehr ;)  und gefühlte 1000 Ideen, was ich aus meinem Wollvorrat noch alles machen will. 

 Zum Schluss noch eine Kleinigkeit aus 2012: die Schäfchenbroschen habe ich für meine Oberpfälzer Strickiesln als kleines Weihnachtsgeschenk gehäkelt, die sind so allerliebst und das Sinnbild unseres gemeinsamen Hobbys:


 Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Dienstag, 4. Dezember 2012

Weihnachtsvorbereitung, die 2. und ein bischen Advent....

... Julia's Weihnachtspaket war schon nach 12 Tagen in Kanada - da soll noch mal einer sagen, die Post wäre nicht schnell.....

.... und deswegen haben wir ihr noch ein 2. Paket hinterhergeschickt, diesmal mit ein bischen weniger Stress im Vorfeld, dafür aber viele selbstgemachte Teile, die sie hoffentlich freuen werden ;) 

Ich habe mich noch immer nicht so an Julia's Abwesenheit zuhause gewöhnt und zähle die Tage auf meine Art - Glucken sind schon schlimm, gell?

Ist zwar auch schon ein bischen her, aber meine Oberpfälzer Strickliesln haben mir zu meinem (runden) Geburtstag eine Riesenüberraschung beschert und mich reich beschenkt, das möchte hier auf jeden Fall festhalten:


Das, was aussieht, wie ein Adventskranz, bei dem die roten Kerzen fehlen, ist eine sehr luxuriöse Haspel, samt Wollwickler, Sibsi und Karin haben mir Socken gestrickt, Lydia Handwärmer, die beiden Sabines haben mir jeweils sehr hübsche Maschenmarkierer geschenkt, von Katrinle hab ich eine schöne und praktische Tasche für mein Spinnfutter (ja, spinnen tu ich auch seit dem Frühsommer, davon aber hoffentlich bald mal mehr - ich hänge mit meinem Tagebuch irre hinterher), Bianca hat mich mit einem süßen Seifenschaf bedacht, von Maria hab ich gefilzte Pralinen bekommen, die mit Sicherheit kein Hüftgold produzieren, Renate hat ein MiniSöckchen für mich gestrickt. Hach, Geburtstag feiern ist schön!

Meinen Elphaba-Pulli (mit einem Klicks kommst Du auf mein Ravelry-Projekt) aus NiPWollmeise 100%Pure habe ich an diesem Abend gerne getragen - und nicht nur an diesem, das ist ein richtiger Lieblingspulli, leicht, doch warm und schick, wie ich finde. Ich weiß gar nicht, warum ich das Projekt wieder so lange ruhen ließ, bevor ich den Pullover angestrickt habe - ich hatte offensichtlich zu viel Respekt vor der englischen Anleitung, die wirklich super verständlich und ausführlich geschrieben ist. Die Designerin hat noch viele weitere, sehr schöne Modelle im Angebot.....


Ich wünsche Euch allen eine besinnliche Adventszeit - haltet inne und verschnauft auch mal, bei all den Weihnachtsvorbereitungen!


Mittwoch, 7. November 2012

Weihnachtsvorbereitungen....

im Oktober - das hat was ganz Spezielles!

Jetzt kommt meine Oktobernachlese - ich bin spät dran, aber lieber jetzt als nie!

Unsere Julia sollte auch in Kanada ein Weihnachtspaket von den Eltern zum Auspacken haben - und nachdem wir so allerlei von langen Paket-Laufzeiten gehört hatten und ich unbedingt wollte, das das Paket noch vor dem 1. Dezember bei ihr ankommen sollte, haben wir uns daran gemacht, Anfang Oktober Plätzchen zu backen, Geschenke zu besorgen und zu verpacken und einen Adventskalender zu füllen (alte, liebgewordene Tradition bei uns;)) - und das alles bei damals 25 °C Außentemperatur und gleissendem Sonnenschein - die Schokolade, in die die Plätzchen getaucht wurde, konnte kaum richtig abkühlen - ich fühlte mich wie im falschen Film - aber alles Jammern hilft nix, da mussten wir durch!
So früh hatte ich noch nie Weihnachtsplätzchen gebacken....


Wir durften aber lernen, dass die Post sowohl in Deutschland wie auch in Kanada recht fix ist - das Paket hatte eine Reisezeit von 10 Tagen - sensationell, so konnte sich Julia schon Mitte Oktober über warme Kleidung, Skijacke und Hose, Weihnachtssüßigkeiten und Plätzchen freuen - und muss jetzt bis 24.12. warten, ehe sie die Geschenke auspacken darf, das ist hart!

Jetzt wird's halt nochmal ein kleines Päckchen von uns nach Kanada geben - mal sehen, mit was das dann noch gefüllt sein wird;)

Ein paar Kleinigkeiten zum Verschenken, die ich für sie eingepackt habe:



Das eigentliche Geschenk kann ich ja noch nicht zeigen - manchmal
guckt sie auch hier rein - dann ist es ja keine Überraschung mehr!



 Diese hübschen Handwärmer habe ich eigentlich für Julia's Gastmutter gestrickt - da aber Julia die Gastfamilie wechselt, weil einfach die "Chemie" zwischen meinem Mädel und der Gastmutter nicht gestimmt hat, werden die wohl eine andere Empfängerin bekommen ;)






Schnell noch die September-Nachlese:

  Ende September war ich mit den Oberpfälzer Strickliesln auf einem Handarbeitsworkshop  im Historischen Waldferiendorf Dürrwies  - ein herrliches Wochenende in einem restaurierten Bauernhaus "Sonnenschein", genug Platz für 9 begeisterte Handarbeiterinnen - wir haben gestrickt, gesponnen, Wolle gefärbt, gewebt, Perlenketten gehäkelt und uns ein ganzes Wochenende super toll amüsiert und lecker gegessen - einfach nur schön!
Mein Wollmeise Featherweight
Mein Wollmeise-Featherweight-Cardi war auch hier mein Lieblingsbegleiter - kurz vorher fertig genadelt - ich liebe dieses Teilchen, federleicht und doch gut angezogen!


Die kleine Schwester meiner Nana muss ich Euch auch noch zeigen - die hab ich einer sehr lieben Strickfreundin zum Geburtstag geschenkt - die Nana fährt jetzt zur Belustigung ihres Mannes und ihrer Söhne im Auto vorne mit - ein richtiger Hingucker!


 Und zum Schluß noch ein Bild von unserem Dustin, der hier wohl grade überlegt, wo er Julia im Haus noch suchen könnte - die Stimme hört er (wenn wir skypen) - aber wo ist sie nur abgeblieben, er kann sie nicht finden!


Ich wünsche Euch allen eine gute Zeit, immer genug Wolle zur Hand und vor allem viel Spaß beim Werkeln!

Dienstag, 16. Oktober 2012

Resteverwertung

Ich versuche jetzt mal, mein Stricktagebuch wieder auf einen aktuellen Stand zu bringen - das ist gar nicht so einfach, weil ich eine Menge gestrickt habe. Den Anfang mache ich mit meinen Reste-Projekten, die mir richtig viel Spaß gemacht haben - aus kleinen Mini-Knäulchen noch was Brauchbares zu fabrizieren, das ist bei mir eine richtige Leidenschaft geworden: am besten gefällt mir mein Rundhalstop:


Ich habe für dieses Restetop insgesamt 634 m verbraucht, die verstrickten Qualitäten habe ich im Ravelry-Projekt notiert.
Der Body ist aus den 4 Resteknäulchen meiner Berlin-Jacke gestrickt - die beiden Teile zusammen ergeben ein richtig schönes Twinset mit super Trageeigenschaften, das Top kann in die Waschmaschine und nimmt nix übel, einfach perfekt! Das Model ist eine Mixtur aus einer LanaGrossa-Anleitung und eigenen Ideen, gepaart mit meinen Maßen, genauso wie das zweite Sommertop, das ich mit Sommergarnen aus meiner Restekiste gestrickt habe:


Auch aus meiner Restekiste sind die beiden Kissen, die jetzt auf der Gartenbank unterm Terrassendach liegen:  



Das Fischekissen hätte eigentlich mal eine Decke werden sollen - aber das war so mühsam, dass ich schnell die Freude daran verloren hatte - für ein Kissen haben die Einzelteile gereicht und mit dem zweiten Wellenkissen dazu sieht es so richtig nach Urlaub aus. Beim Wellenkissen habe ich ein Bändchengarn aus meiner Restekiste verarbeitet, für das ich so überhaupt keine Verwendung gefunden hatte - hier sieht es aus wie Gischt am Meer.


Noch ein paar Reste sind beim Stricken von kleinen Täschchen   drauf gegangen (klicks auf den Link führt zum Ravelry-Projekt):

 

und den letzen Rest der LanaGrossa Garne hab ich zu I-Cords verstrickt:


Die Restekiste wird nicht leer, aber um ein paar Knäulchen leichter - ich sorge aber stetig für Nachschub, weil ich für  neue Projekte immer mindestens ein Knäuel mehr kaufe, aus Angst, dass mir die Wolle ausgehen könnte und ich die passende Partie nicht mehr nachkaufen kann - ist mir einmal passiert, da musste ich dann den ganzen Pullover wieder ribbeln, das hatte mich damals so geärgert, dass ich  mir geschworen hatte, ..."das passiert Dir nicht mehr!"

Zum Schluß noch eine prima Resteverwertung für Sockengarn: ich finde diese kleinen Rucksäcke, deren Anleitung auf Ravelry kostenlos zu finden ist, so niedlich als Schlüsselanhänger oder Taschenbaumler, da kann man gut Notfallgeld oder andere nützliche Kleinigkeiten verstecken:

 
Ich wünsche Euch eine feine Woche, Zeit fürs Hobby und viel Spaß beim Stricken!

Dienstag, 29. Mai 2012

Reste, Reste, Reste!

 
In der Ravelry Gruppe der "Oberpfälzer Strickliesl" kam Ende letzten Jahres SavageLady auf eine echte Schnaps-Idee - und ich rief natürlich gleich "ich mach mit"!!: 

Eine Woll-Stash-Diät, d. h., die Teilnehmerinnen verpflichteten sich, eine bestimmte Menge Wolle aus ihren Wollkisten  zu verstricken und die Wollvorräte auf jeden Fall zu verringern. Alles was neu hinzukommt, wird im Verhältnis 3:1 gezählt, d. h., wenn 100 m Wolle dazugekauft werden, wird das als 300 m Zugang im Stash gezählt - und ich habe mich verpflichtet, innerhalb des einen Jahres meinen Stash um 10 000 m zu verringern. Das klingt nicht nur verrückt, das ist verrückt!

Die Schnaps-Idee hat nun zur Folge, dass ich mittlerweile ganz schön viel gestrickt habe und immer neue Ideen entwickle, meine Wollkisten zu leeren:

 
 
Aus 3 verschiedenen  Restebeständen ist mein "ScrappyStripes" entstanden, von verschiedenen LanaGrossa Pullovern inspiriert, habe ich einen 3/4Ärmel-Raglan Pulli gestrickt.



  Aus Angst, mir könnte die Wolle ausgehen, hatte ich ihn ein bischen kurz gestrickt - und dann nochmal 10 cm unten angestrickt - jetzt passt und gefällt er mir sehr:



Die Kiste mit den von der Stärke und Farbe her passenden Knäuls ist aber immer noch prall gefüllt, deswegen ist ein Rippen-Rundhals-Top, so ähnlich wie das Top im LanaGrossa Heft "Linea Pura No3", der nächste Streich: 
 


Für dieses Top hab ich die 4 übrig gebliebenen Knäuel der Berlin-Jacke mit mehreren beige-blau-weißen Garnen kombiniert: für die runde Passe habe ich  jeweils 1 Rippe in einer Farbe gestrickt und dann gewechselt. Jetzt kommt der Body dran, das ist auch wieder spannend, einmal, weil ich mich ständig frage "reicht die Wolle" (das ist schon eine echte Obsession bei mir!!!) und zum zweiten, weil ich keine wirkliche Anleitung habe und wieder mal nach eigenen Maßen und Berechnungen stricke....




Und weil aller guten Dinge 3 sind, will ich die restlichen Sommer-Qualitäten-Knäuls dann noch zu einem Zig-Zag-Streifen-Top oder -Jacke verstricken - das Reste-Stricken ist bei mir zur echten Sucht geworden!

Das Problem bei der ganzen Stash-Diät ist aber, dass es immer wieder echte Versuchungen gibt, weil es so viele schöne Projekte und noch viel mehr schöne Garne und Wollqualitäten  gibt!

Ich wünsch Euch allen eine feine Strick-Sommer-Zeit!